BARF-Futterumstellung bei Hunden

Schritt 1

Es empfiehlt sich, den Hund zunächst 24 Stunden fasten zu lassen, um den Verdauungstrakt vom Fertigfutter zu befreien und den Hund hungrig werden zu lassen. 

Schritt 2

Nach dem Kurzfasten erhält der Hund die erste rohe Mahlzeit. Diese besteht aus einer Muskelfleischsorte (bevorzugt Rind oder Lamm) und einer Gemüsesorte z. B. Karotte. Der Fettgehalt sollte mit max. 10% vorerst nicht so hoch sein, um die Bauchspeicheldrüse nicht zu überlasten. Möglicherweise verweigert Dein Hund erst einmal das neue Futter. In dem Fall kann ein Anbraten, Überbrühen oder das Vermischen mit hochwertigem Nassfutter die Akzeptanz erhöhen.
Dieses Vorgehen wird im Anschluss nach und nach ausgeschlichen, bis es letztendlich roh gefüttert wird.

Schritt 3a

Hat Dein keinerlei Probleme und völlig normalen oder nur etwas weicheren Kot, kann bereits am nächsten Tag eine neue Fleischzutat ausprobiert werden. Es kann auch schon eine zweite vegetarische Zutat bereitgestellt werden (z. B. Zucchini oder Apfel).

Ggf. Schritt 3b

Hätte Dein Hund nach Schritt 2 Durchfall (sehr häufiger Absatz wässrigen Kotes), sollte das Fleisch überbrüht und die Karotten sehr lange gekocht werden bis sie matschig sind. Funktioniert das dann einige Tage gut, so kann mit Schritt 3a fortgefahren werden.

Schritt 4

Hat sich der Hund erfolgreich an Muskelfleisch, Pansen und Karotte (und evtl. anderes Gemüse/Obst) gewöhnt, werden Innereinen wie Leber, Niere oder Milz in den Plan aufgenommen. Die Menge sollte vorerst geringgehalten werden. Erstens bekommen viele Hunde von zu vielen Innereien Durchfall und zweitens mögen manche Hunde diese Komponenten aufgrund der Konsistenz und des Geruchs ohnehin nicht sofort. Auch in diesem Fall hilft Anbraten oder Überbrühen. Und ggf. das Einschleichen über geringe Mengen, die nach und nach bis zum Erreichen der Gesamtinnereienmenge verdoppelt werden.

Schritt 5

Dein Hund hat auch den 4. Schritt ohne Probleme überstanden? Super! Nun folgt die Gewöhnung an die Knochenfütterung. Es wird immer erst mit weichen Knochen wie Hühnerhälse, Hühnerflügel oder Hühnerkarkassen begonnen. Unter keinen Umständen sollten schon jetzt harte Knochen wie Ochsenschwanz oder Rindfleischknochen verwendet werden.
Hier beginnt man wieder mit einer geringen Menge. Knochen müssen immer mit Muskelfleisch kombiniert verfüttert werden.

Schritt 6

Am Tag nach der ersten Knochengabe sollte der Kot Deines Hundes genau im Auge behalten werden. Aufgrund der kleinen Menge sollte es keine Probleme geben, aber es gibt Hunde, die schon auf die geringsten Knochenmengen mit Knochenkot oder Durchfall reagieren. In diesem Fall sollten Knochen zunächst gänzlich durch ein Calciumpräparat (Calciumcarbonat, Calciumcitrit oder Knochenmehl) ersetzt werden und der Hund benötigt noch etwas mehr Zeit für die Umstellung. Nach ca. einer Woche kann man es wieder mit einer kleinen Menge weicher Knochen versuchen.

Schritt 7

Nun ist der größte Teil der Umstellung vollzogen. Jetzt kann dazu übergegangen werden, verschiedene Fleischsorten zu füttern, die Fettmenge langsam und schrittweise zu erhöhen, und auch Kräuter/Algen und Öle (zwingend erforderlich) oder evtl. Eier und Milchprodukte stehen nun auf dem Speiseplan.

Nun wünschen wir Euch viel Erfolg und stehen für Rückfragen unter info@nat-dog.de selbstverständlich gerne zur Verfügung. 

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